2045 – ein Jahr ohne (Klima-)Krisen

Zeitreise-Berichte der Klasse 9b der Sekundarschule „Wladimir Komarow“ in Stendal (Workshop vom 11. bis 12. Dezember 2023)


Wir schreiben das Jahr 2045

Liebes Tagebuch,

heute hat sich wieder gezeigt, wie sehr sich unsere Welt seit meiner Jugend verändert hat. Beim Spaziergang mit Franz, Emma und Anna sprachen wir über die positive Entwicklung des Klimas in den letzten zehn Jahren. Es war ermutigend zu hören, dass die Kinder nun mehr Zeit im Freien verbringen und sich aktiv für die Umwelt einsetzen.

Später traf ich auf Herrn Schmitt, unseren ehemaligen Musik- und Mathelehrer. Die Diskussion über die Bezahlung von anspruchsvollen Jobs, insbesondere im Bildungsbereich, ließ mich nachdenklich werden. Trotz seiner engagierten Arbeit wurde er herabgestuft, und das ist nur ein Beispiel für die Ungerechtigkeiten, denen viele Menschen ausgesetzt sind. Es bleibt zu hoffen, dass die Gesellschaft erkennt, wie wichtig solche Berufe sind und diese künftig angemessen entlohnt werden.

Insgesamt hoffe ich, dass sich unsere Welt weiterhin positiv entwickelt und dass die Menschlichkeit nicht durch immer ausgeklügelteren Technologien ersetzt wird. Möge die Zukunft von einem nachhaltigen Umweltschutz und einer faireren Gesellschaft geprägt sein.

Bis bald,

deine Liselotte


Eine Szene, die sich im Jahre 2045 zugetragen hat…

1. Akt: Beim Spaziergang

 Handelnde Personen:  

  • Franz – Freund  
  • Lisa – Freundin  
  • Emma – Freundin  
  • Anna – Freundin  

Franz, Lisa, Emma und Anna gehen gemeinsam in der Natur spazieren und unterhalten sich über die ganzen Veränderungen der letzten 20 Jahre.

Franz: Schaut euch das an, wie schön die Natur geworden ist. In den letzten 10 Jahren hat sich das Klima wirklich gebessert, weil wir alle unser Verhalten angepasst haben.

Lisa: Absolut, Franz! Ich erinnere mich noch an 2023, da gab es so viele Umweltprobleme. Jetzt fühlt es sich viel frischer und sauberer an.

Emma: Es ist wirklich erstaunlich, wie die Welt auf positive Veränderungen reagiert. Ich bin froh, dass wir die Klimakrise so angegangen sind.

Anna: Und schaut euch die Kinder an! Sie sind viel öfter draußen, spielen, erkunden die Natur. Das ist so viel besser, als ständig am Handy oder Computer zu hängen, wie damals.

Franz: Ja, und diese Vielfalt an Pflanzen und Bäumen! Die Natur hat sich wirklich erholt. Es macht mich glücklich, dass sich alles so zum Guten verändert hat.

Lisa: Wenn wir alle weiterhin unseren Teil dazu beitragen, können wir sicherstellen, dass die kommenden Generationen eine noch schönere Welt erleben werden.

Emma: Die Veränderungen sind wirklich positiv.

Anna: Auf eine nachhaltige Zukunft!

Schließlich verabschieden sie sich und gehen ihrer Wege.


2. Akt: Auf der Straße

 Handelnde Personen:  

  • Herr Müller – Lehrer für Musik und Mathe  
  • Liselotte – Sanitäterin  

Herr Müller und Liselotte, die Sanitäterin, treffen sich zufällig auf einem Platz. Beide haben gerade Pause.

Herr Müller: Hallo, ich bin Herr Müller. Wir kennen uns schon, ich bin der Musik- und Mathelehrer.

Liselotte: Oh, hallo Herr Schmitt. Ja, ich bin die Liselotte, hier die Sanitäterin. Ich habe gerade Mittagspause – und wie ich sehe, Sie auch.

Herr Müller: Ja, genau. Die Kids haben gerade Pause. Mensch, wie geht’s?  

Liselotte: Ach ganz gut, die Arbeit ist anstrengend. Und Ihnen? Ich habe gehört, dass die Löhne gekürzt wurden. Ist es sehr schlimm?

Herr Müller: Ja, das finde ich frech. Ich unterrichte hier all die Kinder.

Liselotte: Ja, das geht wirklich gar nicht. Bei uns wurde nicht gekürzt. Klar, ich rette Leben. Aber ehrlich, du machst ja auch keinen leichten Job.

Herr Müller: Ich finde es ehrlich gesagt unfair, dass wir so ungleich verdienen.

Liselotte: Na, aber sehen Sie es mal so: Wenn ich die Kinder nicht retten würde, hätten Sie gar keine Schüler mehr zum Unterrichten.

Herr Müller: Aber die Kinder müssen ja nicht gerettet werden. Die Kinder sind super gebildet, dank meinem Unterricht. Ich müsste wirklich mehr Geld verdienen.

Liselotte: Wie viel verdienen Sie denn gerade?

Herr Müller: 3000 Euro. Ich wurde sogar runtergestuft, weil sich jemand beschwert hat.

Liselotte: Ich habe mich nicht beschwert. Nein, das waren meine Kollegen vermutlich.

Herr Müller: Ja, ich habe einen Bildungsauftrag. Aus denen soll doch mal etwas werden. Ich arbeite jeden Tag, auch zu Hause.

Liselotte: Ich arbeite übrigens auch 50 Stunden die Woche.

Herr Müller: Meine Kollegen und ich – wir arbeiten auch zu Hause, korrigieren, bereiten Übungen und Hausaufgaben vor. Das ist alles super viel Arbeit.

Liselotte: Hmm, mein Kollege sitzt im Auto.

Herr Müller: Ja, und was macht der? Mittagspause vermutlich. Ich korrigiere in meiner Mittagspause Klassenarbeiten.

Liselotte: Naja, ich glaube wir kommen hier nicht auf einen Nenner.

Beide gehen weiter.


3. Akt: Im Interview beim Frühstücksfernsehen

 Handelnde Personen:  

  • Moderator   
  • Passantin   

Moderator: Schönen guten Tag, wir sind vom Sat1 Frühstücksfernsehen. Wir reden heute über den Klimawandel. Und wir haben auch direkt eine nette Passantin getroffen, die wir jetzt interviewen. Wie, finden Sie, hat sich das Klima im Vergleich zu vor 20 Jahren geändert?

Passantin: Ja, also es ist schon besser geworden. Die Umwelt und so, nicht mehr so viele Abgase. Und nicht mehr die ganzen Kiddies, die haben früher, in den 2020ern, nur zu Hause gehockt und sich gar nicht bewegt. Und jetzt sind sie alle draußen. Ich finde es gut, dass sie jetzt auf die Umwelt achten, die ganzen Bäume und so.

Moderator: Sie finden das jetzt also besser, wie man sieht, ganz viele sind draußen und spielen. (lenkt die Kamera auf die Wiese) Alles klar, dann bedanken wir uns und auf Wiedersehen.

Moderator (zur Kamera gerichtet): Ja, also, wie wir gerade gehört haben, empfindet die Passantin die aktuellen Entwicklungen sehr negativ. Früher war alles besser, sie findet das jetzt nicht mehr so gut, dass so viele Kinder draußen spielen, und das sollte sich wieder ändern. Und damit zurück ins Studio.

Passantin: Aber das habe ich doch gar nicht gesagt! So eine Lügenpresse! Das stimmt doch gar nicht.

Moderator (zuckt mit den Schultern): Tja, so ist das nun mal.

Der Moderator geht davon, während die Passantin vor sich hin flucht.

Redaktion: AJ.