Das Wetter kommt mir Spanisch vor

Ein Zeitreise-Bericht der Klasse 10b des Johann-Gottfried-Herder Gymnasiums in Merseburg (Workshop vom 29. bis 30. Januar 2024)


Wir schreiben das Jahr 2045

Es gibt viele soziale und technologische Veränderungen im Vergleich zu 2024. Die personalisierten Lernpläne unterstützen das individuelle Lernen in der Schule, da es möglich ist, in Fächern, die man gut beherrscht, besonders gefördert zu werden. Dies ermöglicht eine bessere Vorbereitung auf anspruchsvolle Studiengänge beziehungsweise Berufe.

Außerdem können durch die neue Echtzeit-Übersetzung mehr und bessere Geschäfte im Ausland getätigt werden, da man sich eben besser beziehungsweise einfacher verständigen kann. Doch da fangen auch die Verschwörungstheorien an. Es wäre ja möglich, dass man während der Echtzeit-Übersetzung abgehört wird und damit private oder geheime Geschäfte und Vereinbarungen doch nicht mehr so geheim sind. Beim autonomen Fahren haben manche Angst, dass die Autos gehackt werden könnten, um Leute zu entführen oder es gibt ein Massensterben durch Unfälle.

Der Widerstand symbolisiert die Gerechtigkeit und Freiheit. Nun, die jüngere Generation findet das alles gar nicht so schlecht, weil sie in dieses System rein geboren ist und ihr Potential auch wirklich ausleben kann. Aber die Ältere Generation ist skeptisch, weil sie wissen, wie es früher war. Beispielsweise mussten sie immer Mathe in der Schule machen und jetzt kann man die Fächer lernen, die man will. Und die schon genannten Verschwörungstheorien sind auch weit verbreitet…


Eine Szene, die sich im Jahre 2045 zugetragen hat…

1. Akt: Auf dem Schulhof

 Handelnde Personen:  

  • Mira – Enkelin  
  • Helga – Oma  

Mira kommt aus der Schule heraus und wird von ihrer Oma abgeholt.

Mira: Hallo!

Oma Helga: Wie war die Schule?

Mira: Super schön, wir hatten drei Stunden Bio heute.

Oma Helga: Wieder nur Bio. Habt ihr auch mal was anderes, zum Beispiel Mathe oder so?

Mira: Oma, du weißt doch, dass wir nur die Fächer haben, in denen wir gefördert werden und die wir gewählt haben. So können wir uns auf unsere Stärken konzentrieren.

Oma Helga: Ach, das geht doch so nicht. Wir mussten damals auch Mathe machen. Und das war auch sehr wichtig. Vielleicht verpasst ihr so wichtige Dinge, die ihr braucht.

Mira: Die Lehrpläne werden ja stetig an unsere Fähigkeiten angepasst, so können wir in der heutigen Welt erfolgreich sein. Oma, für uns ist es jetzt leichter, das zu studieren, was wir wirklich wollen.

Oma Helga: Ach, das ist doch Quatsch, oder? Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, dass alles so anders ist als früher. Ich habe Angst vor den Gefahren dieser modernen Technologien.

Mira: Ich glaube, du musst dir keine Sorgen machen. Es wird ja ständig überprüft und verbessert.

Oma: Ich weiß nicht, Mira… aber wenn du das sagst, werde ich versuchen, mich damit mehr anzufreunden.


2. Akt: Im Autohaus 

 Handelnde Personen:  

  • Herr Müller – Kunde  
  • Herr Schmidt – Verkäufer  

Herr Müller klopft an die Tür des Autohauses und tritt ein. Der Verkäufer Herr Schmidt sitzt an seinem Schreibtisch.

Herr Schmidt: Guten Tag! Willkommen bei der besten Beratung für die modernsten Autos.

Herr Müller: Ja. Ich würde gerne ein Auto kaufen.

Herr Schmidt: Woran genau haben Sie da gedacht? Welche Zwecke soll es erfüllen?

Herr Müller: Ich brauche ein Auto, das mich jeden Tag zur Arbeit bringt.

Herr Schmidt: Wie wollen sie sich denn fortbewegen, eher auf dem Boden oder in der Luft?

Herr Müller: Ich bin eher ein bodenständiger Typ. Ich vertraue diesen fliegenden Dingern nicht.

Herr Schmidt: Autonomes Fahren oder manuell?

Herr Müller: Ich bevorzuge manuell, weil ich Angst habe, dass es nicht richtig programmiert ist oder es gehackt wird.

Herr Schmidt: Ich denke zwar nicht, dass das passieren kann. Wir arbeiten sehr genau. Wollen Sie trotzdem ein manuelles Auto haben?

Herr Müller: Ja, das möchte ich. Wie viel kostet denn der Spaß?

Herr Schmidt: Das kostet 52.000 Euro.

Herr Müller: Wie ist es denn mit der Sicherheit bei modernen Autos? Gibt es dort keine Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre oder eines Hackerangriffs?

Herr Schmidt: Sie können unbesorgt sein. Unsere Autos sind mit den modernsten Sicherheitstechniken ausgestattet. Ihre Daten sind geschützt und unsere Systeme werden ständig überarbeitet.

Herr Müller: Okay, dann würde ich das Auto nehmen.

Herr Müller und Herr Schmidt schütteln sich die Hände.


3. Akt: Wetterbericht 

 Handelnde Personen:  

  • Nachrichtensprecherin  

Im Fernseher wird ein Wetterbericht von Valencia ausgestrahlt. Die Nachrichtensprecherinnen reden auf Spanisch. Im Hintergrund wird der Wetterbericht übersetzt – mit der Echtzeitübersetzung.

Nachrichtensprecherin: En Valencia habrá una mezcla de sol y nubes por la manana, con temperaturas de nueve grados…

Echtzeitübersetzer (spricht darüber): In Valencia kommt es morgens zu einem Mix aus Sonne und Wolken, bei Temperaturen von neun Grad. Im weiteren Verlauf des Tages ist von Nachmittag bis Abends der Himmel bedeckt. Die Sonne ist nicht zu sehen, bei Temperaturen von 12 bis 15 Grad. In der Nacht bleibt es bedeckt bei einer Temperatur von 11 Grad.