Der kaputte Biosensor

Ein Zeitreise-Bericht der Klasse 10b des Johann-Gottfried-Herder Gymnasiums in Merseburg (Workshop vom 29. bis 30. Januar 2024)


Wir schreiben das Jahr 2045

Die Gesellschaft und Politik im Jahr 2045 hat sich geändert. Die Partei „Bürgerliche Solidarität“ ist an der Macht. Gesundheit und Wohlbefinden sind wichtiger denn je und wurden mit Biosensoren revolutioniert. Sie durchdringen unseren Alltag, schränken aber den Datenschutz massiv ein.

Die Bevölkerung wird überwacht, so entstehen Verschwörungstheorien, welche die eh schon instabile Politik gefährden. Nach außen hin wird das System, was alles andere als ideal ist, durch die Zufriedenstellung der Bevölkerung vertuscht. So wird besonders Wert auf Bildung, Meinungsfreiheit und persönliches Wachstum und Erfolg gelegt. Die Lebensqualität jedes Einzelnen ist stark gestiegen und die Technik ermöglicht es, den Alltag jedes Einzelnen zu vereinfachen. So wurde z. B. ein Zentrum für schnellstmögliche und bessere Kommunikation errichtet.

Dieses ermöglicht einen virtuellen Raum zu erstellen, in dem wir mit anderen Menschen interagieren können. So kann man den Umgang mit anderen Menschen trainieren.


Eine Szene, die sich im Jahre 2045 zugetragen hat…

1. Akt: Im Krankenhaus

 Handelnde Personen:  

  • Mutter  
  • Vater  
  • Kind – Lara  
  • Kind – Karl  
  • Arzt  

Lara betritt das Krankenhauszimmer, wo ihre Mutter im Bett liegt, ihr Vater am Fenster steht und ihr Bruder Karl auf einem Stuhl sitzt.

Lara: Mama! Mama! Was ist passiert? Warum bist du im Krankenhaus?

Karl: Kein Wunder, dass du das nicht weißt.

Lara: Ich kümmere mich um meine Zukunft, im Gegensatz zu dir.

Vater: Lara, beruhige dich. Deine Mutter hat sich nicht gut gefühlt und wir haben sie hierher gebracht.

Lara: Aber was ist passiert?

Mutter: Der Biosensor hat angefangen zu piepen. Mir wurde schwindelig und deswegen bin ich ins Krankenhaus gefahren. Aber um Genaueres herauszufinden, müssen wir den Arzt fragen.

Lara: Und warum hast du den Biosensor?

Vater: In unserer Gesellschaft wird empfohlen, diese Biosensoren zu tragen. Sie überwachen unsere Gesundheit und warnen uns, wenn etwas nicht stimmt.

Karl: Es ist doch gruselig… ständig überwacht zu werden.

Mutter: Es ist ein Kompromiss, den ich eingegangen bin, um meine Gesundheit zu verbessern. Aber ja, manchmal fühlt es sich unheimlich an.

Arzt: Der Biosensor ist leider kaputt. Er hat einen Stoff abgegeben, der für Schwindel sorgen kann. Sie müssen sofort ins Zentrum fahren, um ihn auszutauschen.


2. Akt: Im Auto

 Handelnde Personen:  

  • Mutter  
  • Vater  
  • Kind – Lara  
  • Kind – Karl  

Die Familie sitzt im Auto.

Vater: Na, das ist ja ein Ding mit den Biosensoren.

Mutter: Allerdings. Es ist beunruhigend, wie schnell sie versagen können.

Karl: Wir haben sogar in der Schule etwas darüber gelernt.

Mutter: Ach, echt? Was wurde denn erzählt?

Lara: Sie wurden halt noch nicht genug erforscht und deshalb treten häufiger Probleme auf. Eine Lehrerin meint sogar, dass sie steuern, was man für Produkte kauft.

Karl: Ich habe schon gehört, dass sie in bestimmten Läden Beruhigungsmittel verabreichen, so dass man sich wohler fühlt und so länger bleibt und häufiger wiederkommt.

Vater: Du solltest echt keinen Biosensor haben.

Mutter: Na ja, aber ich habe keine Wahl wegen meiner Arbeit.


3. Akt: Im Zentrum für Biosensoren 

 Handelnde Personen:  

  • Mutter  
  • Arzt  

Die Mutter betritt das Zimmer eines Arztes im Zentrum.

Mutter: Mein Biosensor ist kaputt, er hat nur noch gepiept. Und ich war auch schon beim Arzt. Er hat gesagt, dass ein Stoff herausgetreten ist. Ich sollte ihn schnellstmöglich austauschen lassen.

Arzt: Oh ja, da bin ich leider der falsche Ansprechpartner. Ich werde Sie in den dritten Stock verweisen, denn dort sind Fachärzte dafür.

Mutter: Vielen Dank.